Nach zwei Monaten Verletzungspause: Finn kämpft sich zurück ins Rennen

Aufgrund seiner Bänderverletzung entschieden Finn und sein Team erst zwei Tage vor dem Abflug nach Bulgarien sehr kurzfristig, dass eine Teilnahme überhaupt möglich sein würde. Die Bedingungen vor Ort stellten dabei eine besondere Herausforderung dar: Das Paddock, die Infrastruktur, die Flugreise sowie die eingeschränkten Möglichkeiten bei Werkzeug, Ersatzmaterial und Verpflegung verlangten dem Team einiges ab. Austragungsort war eine abgelegene Gegend in einem der ärmsten Länder Europas – an einem Ort, an dem sich sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Einen Fuchs bekamen sie tatsächlich während des Abendessens zu Besuch.

Im Fahrerlager zeigte sich jedoch der Zusammenhalt unter den Teams. Die Fahrer unterstützten sich gegenseitig, und Finn und sein Team durften sich bei den österreichischen Fahrern mitverpflegen.

Die Strecke in Bulgarien präsentierte sich lang, flach und stark endurolastig, gespickt mit anspruchsvollen technischen Passagen. Aufgrund der kurzen Trainingszeitfenster von lediglich zwei Stunden pro Einheit und Kategorie war es Finn nach seiner Verletzungspause nicht möglich, vor dem Seeding einen kompletten Full Run zu absolvieren.

Bei perfekten Wetterbedingungen gingen am Samstag insgesamt 326 Fahrer aus 26 Nationen ins Seeding. Nach einer zweimonatigen Verletzungspause gelang Finn mit Platz 17 ein solides Comeback-Ergebnis.

Im Finallauf am Sonntag musste Finn nach einem Sturz jedoch einen Rückschlag hinnehmen und beendete das Rennen auf Platz 57. Dennoch zeigte er Kampfgeist und brachte den Lauf auf dem Bike zu Ende. Mit einer für ihn „sensationellen“ Fahrzeit von 16 Minuten konnte er das Rennen trotz des Sturzes beenden. Glücklicherweise blieb es bei Prellungen und Schürfungen.

Auch wenn sich Finn nach dem gelungenen Comeback im Seeding mehr vom Finale erhofft hatte, durfte er vor allem froh sein, die anspruchsvolle Rennwoche ohne schwerere Verletzungen überstanden zu haben.